01
Dez
09

Vortrag über die französische Schule in Tübingen von Schülern und Elternvertreter

Protokoll 01.12.09, Bildungsstreik,
Bleher/Hoanzl, Französische Schule Tübingen

Anwesend:
Herr Bleher,
Frau Hoanzl,
3 Schüler der Schule (verspätet) davon 2 neue Schüler und eine ehemalige Schülerin, die inzwischen weiterführende Schulen besuchen
ein Elternvertreter, Wolfgang Wettach, Tübinger Gesamtelternbeirat, Landeselternbeirat
ca. 50 Studierende

Dank an Dozenten für Beteiligung
Dank der Dozenten für die Einladung: es wird spürbar, dass an Inhalten gearbeitet wird.
Frau Hoanzl richtet Grüße der Rektoren der Schule aus, sie befürworten unsere Initiative.

Anknüpfung an unsere Aktionen/Bildungsstreik:
Reform des Bildungswesen. Viele unserer Forderungen werden an manchen Orten bereits umgesetzt, z.B. Französische Schule Tübingen. Deshalb Vorstellung des Schulkonzeptes.
- Ganztagesschule
- Schule als Lern- und Lebensraum (so wie bei uns im Hörsaal das Leben einzieht)
- Keine Selektion sondern Integration ->“keiner darf verloren gehen“ Zitat Vater
- Soziale Beziehungen können beibehalten werden durch zieldifferentes Lernen
- Altersgemischte Lerrngruppen
- Vielfalt als Chance
- Extreme soziale Durchmischung, Asylbewerber, Akademiker, „Wagenburgbewohner“ etc.
- Kein Auswahlverfahren, kein Schulgeld, Stadtteilschule franz. Viertel, Modellprojekt – andere Finanzierung
- Arbeit mit maßgeschneiderten Wochenplänen
- Gemeinsames Lernen von Kindern, die „normal“ unter E oder L fallen würden mit allen anderen. Fallbeispiel einer Schülerin, die anfangs autoaggressiv, nach vier Jahren sehr positive entwicklungen gemacht hat.
- Schule für alle – begrenzt durch bauliche Maßnahmen und Budget, aber Problem wird behandelt
- Ständiger Prozess der Schulentwicklung
- Einschulung 2 Mal pro jahr, Februar und September
- Keine Strukturierung in Schulstunden
- Lernen durch Erfahrung: wieder erfinden
- Ziegen auf dem Schulgelände als Institution (Ziegen-AG)
- Ags: ein Nachmittag eine AG jeder Schüler (10 –15 Angebote, DruckAG, TheaterAG…, angeboten von Lehrern, Eltern, Künstlern aus der Stadt…), wenn weiters Interesse -> Atelies
- Theater: die Bühne der Schule als Chance
- Demokratische Schule: Kinder haben Rechte: bestimmen mit, Morgenkreis, Klassenrat, Kinderrat, Präsident
- 3 PädagogenKinder selber, Lehrer, Raum
- Essen in der Schule – nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch soziale Institution
- Pausen- Pausenhof mit viel Raum und Vilefalt, um Freizeit in die Schule zu integrieren
- Gemeinsame Aktivitäten wie Zelten -> Selbstversorgung, Verantwortung für sich und die anderen
- Klassenstärke: 7
- Tutoren / Paten aus der 2. Oder 3. Klasse für die Neuankömmlinge 1. Klasse
- 3 Stufen des lernens (bei allen Fragen): 1. Man versucht es selbst, 2. Man fragt die Paten (jedes Kind hat 2, damit die Paten nicht genervt werden), 3. Lehrer
- 4. Klasse Vorbereitung auf die 5., also 4.-Klässler extra
- Struktur: Vormittags und Nachmittags lernen, zwischendurch völlig gemischt mit Ags…
- 2 Lehrer und eine Erzieherin pro Lerngruppe
- Gruppenraum: Ausweichmöglichkeit zu den Lerngruppen
- Kinder solle Konflikte selber lösen im Lerngruppenrat
Schule als Beispiel einer staatl. Schule -> Modellschule, die unter wiss. Begleitung der PH neu konzipiert wurde (vor 15 Jahren), Modellprojekt mit Ausstrahlung auf andere Tübinger Schulen

Einbindung des Seminars Amok. Mögliche Motive/ein Eklärungsansatz von Amok. Täter erleben sich als ausgegrenzt und wertlos. Wie muss sich Schule entwickeln, dass achtsam und eingliedernd mit Außenseitern um gegangen wird. Demokatie, Lernort= Lebensort, Beziehungsarbeit können Amokprävention sein.
Poentielle Amoktäter durch Beschämung. – Verweis Artikel aktuelle Ausgabe Zeitschrift Psychologie Heute. Verweis aktuelle Literatur „Hurrelmann“ Beides in moodle fürs Amoksminar

Schule ist gerade dabei, das Schulkonzept auch auf den Sekundärbereich auszuweiten. Politische Schwierigkeiten der durchsetzung. Neuerdings wurde es genehmigt (Verweis auf unserer Initiative), Antrag liegt derzeit im Ministerium zur Entscheidung, (Eine nicht gegliederte Sekundarstufe) Dieser Impuls wird auch getragen von Schülern, die in der Schule Mitspracherecht haben.
Schüler sammeln derzeit Unterschriften für ihre Initiative zur Weiterleitung an Boris Palmer, OB Tübingen – Aufruf zur Solidarisierung seitens der Studierenden: „Initiative Neue Sekundarstufe Tübingen“

Präsentation des Films über die Französische Schule
„Der Lehrer steht im Zentrum und damit allem im Wege“ Zitat Film

Zitat Kind (mir gefällt an der Schule): lehrer habe Zeit zum Lernen, jeder kann was andees machen, man kann sich gegenseitig fragen
„wichtig ist nicht das Wissen, nicht mal das entdecken, richitg wichtig ist das forschen“
„ich hätte viel dinge begriffen , hätte man sie mir nicht erklärt“
Erfahrung von Gwen: gewöhnen an HA, „und das Lernen, das Lernen ist blöd“, soziale Kompetenzen in der neuen Schule wenig vorhandsen -> sozialkompetenztraining

WEBSITE für weitere Informationen:
Sekundarschule-tuebingen.de


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