Archiv für 26. November 2009

26
Nov
09

Protokoll vom Plenum am 26.11.2009 um 16 Uhr

Themen: Übernachtung Wochenende, Gespräch mit Herrn Fix, Wie geht’s am Montag weiter?

1. Übernachtung Wochenende

- Bitte in die Liste eintragen! (hängt im Hörsaal hinten)
- Anregung: Wer etwas für die PH machen muss (z.B. Hausarbeit) kann das genau so gut im Hörsaal machen.

2. Gespräch mit Herrn Fix

- Ziel?
o Was kann er ermöglichen? Nachhaken!
o Hochschulpolitischer Forderungskatalog momentan noch recht schemenhaft
o Was fordern wir an ihm? Was an höheren Instanzen?
 Wie kann er uns unterstützen?

- Formale Dinge müssen geklärt werden. Wie wird das Gespräch geführt?
o Alle Mitspracherecht? Nur ein paar? Gemischt: Oben Herr Fix + 3 Leute + Moderator?
o Abstimmung: Gespräch wird so geführt: Oben Herr Fix + 3 Leute von uns (am besten aus den AKs) und einen Moderator –> Mehrheit dafür
o

- Forderungskatalog an Herrn Fix wird diskutiert:
o Wichtig: Wir brauchen konkrete Forderungen!
o Verbesserung des Übergangs von Ludwigsburg nach Reutlingen
o VVS-Anschlussticket –> Problem: Preise macht das VVS –> Forderung an Herr Fix?
o Fernleihe Bibliothek Ludwigsburg: Warum kostenpflichtig?
o Zu volle Seminare / mehr Lehrpersonal
o Standortfrage
o Freiere Seminarwahl
o Mentoren (Ausbildungslehrer) an Schulen: Qualität sichern! –> Anreize schaffen, Evaluation
o Begleitseminar zur wissenschaftlichen Hausarbeit
o Zusatzangebote wieder herstellen (Gebärdenkurse, Sprachkurse)
o Sonderpädagogische Inhalte im ersten Studienabschnitte
o Keine zweite wissenschaftliche Hausarbeit für Aufbaustudierende
o Warum müssen ehemalige Fachlehrer Praktika absolvieren?
o Neben Forderungen sollen auch Fragen an ihn gestellt werden.
 Die dazu gekommenen Forderungen (siehe oben) können auch als Fragen gestellt werden

o Sollen die Forderungen bezüglich des Schulwesens auch dran kommen?
o Alter Forderungskatalog wird durchgegangen:
 A

- Wegen Formalität des Gesprächs: 3 Vertreter werden gesucht:
o Franzi
o Tati
o ?
- Struktur des Gesprächs (Verlauf und wer macht was?):
1. Begrüßung (Zeigen des Videos)
2. Entwicklung/ Entstehung (Joschi)
3. Forderungskataloge
o Schulwesen (Tobi)
o Hochschulpolitik (Franzi / Tati)
4. Diskussionspunkte / Forderungen aus dem Plenum (am wichtigsten)

3. Wie geht’s am Montag weiter?

- Plenum: Um wieviel Uhr?
o Abstimmung: 13 Uhr –> Mehrheit dafür
- Einschub AK2 Demo:
o Ein großes Danke Schön an alle (Redner, Arbeitsgruppen, Mitläufer)

26
Nov
09

demo 2611 Reutlingen

Wir tragen die Bildung zu Grabe – Demonstration der PH Ludwigsburg/Außenstelle Reutlingen
Sehr geehrte Damen und Herren,

Heute fand im Rahmen des Bildungsstreiks in Reutlingen eine Demonstration statt. Diese wurde von der Initiative Bildungsstreik Reutlingen – den Studierenden der besetzten Pädagogischen Hochschule – initiiert und stand unter dem Motto: „Wir tragen die Bildung zu Grabe“. Mit dem Trauerzug, der die Demonstration anführte, sollte jedoch nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass die Studierenden mit dem Kapitel „Bildung“ abgeschlossen hätten. Ganz im Gegenteil: Betrauert wurde die aktuelle Situation des Bildungssystems und gefordert haben die Demonstrierenden seine grundlegende Reform.

Um 11 Uhr sammelte sich der Demonstrationszug vor dem Hauptgebäude der Pädagogischen Hochschule und zog zunächst – bewaffnet mit Trillerpfeifen, Trommeln und Transparenten – über den Campus der benachbarten Fachhochschule, um die dort Studierenden aus den Seminaren zu holen. Zumindest an der Pädagogischen Hochschule wurde die Parole „Scheiß aufs Seminar – Bildungsstreik ist da!“ sehr ernst genommen: Sämtliche Seminare mussten wegen TeilnehmerInnenmangel ausfallen, da sich der Großteil der 600 PH-Studierenden unter den Demonstrierenden befand.
Anschließend bewegte sich der Zug, der nach und nach auf ca. 500 TeilnehmerInnen anwuchs, Richtung Innenstadt. Zahlreiche PassantInnen, an denen die Demonstration vorbeizog, bekundeten ihre Solidarität durch Hupen und Zuwinken. Am Johannes Keppler Gymnasium, wo sich viele SchülerInnen anschlossen stoppte der Zug für kurze Zeit. Nach einer Trauerminute, die sitzend auf der Kreuzung Alteburgstaße-Lederstraße abgehalten wurde, zogen die Studierenden durch das Tübinger Tor. Nach kurzem, stillem Marsch mit Trauerblasmusik erreichte die Menge in ausgeladen Stimmung und mit Parolen, wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“, gegen 12 Uhr 30 den Marktplatz.
Bei der dort stattfindenden Kundgebung kamen sowohl Studierende der Pädagogischen Hochschule als auch Vertreter der GEW zu Wort. Während die Vertreter der Gewerkschaft vor allem Missstände in der LehrerInnenausbildung und schlechte Einstellungschancen thematisierten, wiesen die Studierenden auf Mängel im Hochschul- und Schulwesen hin und stellten einige der zuvor in Arbeitskreisen erarbeiteten Forderungen vor. Dazu gehören unter anderem die Forderung nach einer inklusiven Schule für alle und mehr Selbst- und Mitbestimmungsrecht der Studierenden an den Hochschulen.
Gegen 13 Uhr wurde die Demonstration offiziell aufgelöst. Die Proteste, die Besetzung des Hörsaals sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bildungssystem wollen die Studierenden jedoch so lange fortsetzen, bis sich die bildungspolitische Lage maßgeblich verändert hat.



Video SWR

26
Nov
09

vorläufig verabschiedete Forderungen

Lehrerausbildung

Nur wer gute Lehrer ausbildet, wird gute Schulen erhalten!
Unsere LehrerInnenausbildung hat die SchweineHochschulgrippe!
Wollt Ihr gute Schulen? Fangt bei der LehrerInnenausbildung an!
Lehrer gut, Schule gut!
Wir verlassen die Hochschule kenntnissreich aber erfahrungsarm! (frei nach Hentig)

Deshalb fordern wir…
…eine Reform der LehrerInnenausbildung +
…die gleichberechtigte Mitbestimmung bei der Überarbeitung der SPO1+
…die gleichberechtigte Mitbestimmung bei der Umgestaltung der Praxisanteile+
…eine bessere Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen allen Institutionen, die
an der LehrerInnenausbildung beteiligt sind+
…eine bessere Vorbereitung auf die Tätigkeit als LehrerIn (in einer Schule für Alle)+
…eine bessere Abstimmung der theoretischen Inhalte auf die praktische
Umsetzung+

Forderungen (Bildungspolitik):

• Freie Bildung für alle – vom Kindergarten bis zur Uni und darüber hinaus+
o Wir fordern daher die Abschaffung der Studiengebühren, da weder Studiengebühren an sich noch Geschwisterregelung eine Chancengleichheit darstellen.
Ausbildung und Studium basierend auf der Begabung und Neigung des Menschen und nicht auf seiner finanziellen Situation
Hochschulpolitik
Wir fordern…
• eine konsequente Umsetzung der UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in allen Bildungsbereichen
o die UN- Konvention müssen bei der Neustrukturierung der Lehrämter berücksichtigt werden
o Standortfrage: Für eine stärkere Verzahnung müssten wir evtl. nach Lb bzw. wenn von inklusiver Schule die Rede ist, warum ist dann die Sopäd in Rt? (im Plenum abstimmen!) verschoben
• die kooperative Zusammenarbeit bei der Neustrukturierung der Lehrämter
o die Sonderpädagogik muss in den Prozess der Schulentwicklung (von Beginn an) einbezogen werden
• eine gesetzlich verankerte paritätische Besetzung aller Hochschulgremien
o Viertelparität: Studierende, nichtakademischer und akademischer Mittelbau, Professuren
• Demo: demokratische Mitbestimmung aller an der Hochschule beteiligten Gruppen
• die Einführung einer verfassten Studierendenschaft auch in Baden-Württemberg
o Aufgaben: von studentischer Beteiligung an Professoren-Berufungen über die Verwaltung von Sozialbeiträgen, Semestertickets und kulturellen Veranstaltungen bis hin zur hochschulpolitischen und politischen Vertretung der Studierenden
o (hochschul-)politisches Mandat (im Gegensatz zum Asta)
o Finanzhoheit (im Gegensatz zum Asta)
o Satzungsautonomie (im Gegensatz zum Asta)
o Wahl eines Studentenparlaments
o Gesetzlich abgesichert
o Mit basisdemokratischen Strukturen
• die Transparenz der Mittelvergabe
o Offenlegung des Gesamthaushaltes
o Offenlegung von Herkunft und Verwendung von Drittmitteln
o Offenlegung der genauen Verwendung von Studiengebühren
• keine Eingliederung des Lehramtstudiums in den derzeitigen Bolognaprozess
o und wir schließen uns der Kritik an Bachelor und Master an
o einen bundesweit und international anerkannten Abschluss für LehrerInnen
o Gegen die Konkretisierung eines modularen Studiengangs, der Studieren und Arbeiten in anderen Bundesländern noch deutlicher erschwert. Verschoben
o Keine Einführung neuer Bachelor- und Masterstudiengänge auf Kosten der Ressourcen der Lehramtsstudiengänge – denn neue Stellen werden nicht ausreichend geschaffen!




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