Archiv für November 2009

27
Nov
09

Protokoll Diskussion mit Herrn Fix vom 27.11.2009

Diskussion mit Herrn Fix am 26.11.2009

Teilnehmer: Franzi, Judith, Tobias Muz, Joschi Göppel, Herr Fix
Markus Müller (unparteiischer Moderator)

1. Herr Fix wird über die Entwicklung und Entstehung der Proteste in RT informiert
(Joschi)

Was ist passiert?
- Do, 19.11.: Gesprächsbedarf festgestellt, Besprechung: In welcher Form am Bildungsstreik beteiligen?
- Mo, 23.11., 11 Uhr: Besetzung und Bildung von Arbeitskreisen; jeder kann einbringen, was ihm wichtig ist, viel gearbeitet
- Sehr große Resonanz
- Nicht nur Besetzung, sondern inhaltliche Arbeit, andere Seminare sollen nicht gestört werden, deshalb Ausweichmöglichkeiten für Seminar im Hörsaal
- Heute (26.11.): Höhepunkt mit über 300 (Interner Kreis spricht von ca. 500) Teilnehmern an der Demo, v. a. RT-Studierende; Stimmung und was der Protest hier bedeutet wurde nach außen gezeigt (Begräbnis der Bildung- Marsch in die Innenstadt)

 Film (Video von Philipp): Bildungsstreik Reutlingen „Wir tragen die Bildung zu Grabe“

Fix:
- (Lubu hat sich RT angeschlossen, viele neue Diskussionen)
- Lob – Organisation, Arbeitskreise, bemerkenswert, erstaunlich, beeindruckt von Ernsthaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit bezüglich der Inhalte, die transportiert werden / von der Diskussion / Forderungen der Studierenden. Politisches Gewicht sieht er darin
- Hat Verständnis
- Sein Anliegen: in der Diskussion auf Inhalte schauen. Nicht hinter dem Begriff „Bildung“ verstecken, sondern Interessen nach Innen und Forderungen nach außen klar zu verdeutlichen und dann in die Details gehen in der anschließenden Diskussion; welche Probleme liegen in unseren Forderungen?

2. Forderungskataloge (Ergebnisse aus den Arbeitskreisen)

2.1 AK Schulwesen

 Hauptziel: Chancengleichheit durch gemeinsame Schule und sofortige Umsetzung der Inklusion (9 Unterpunkte vom Blatt)
 Forderung: JETZT beginnen, denn sonst passiert es nie.

Stellungnahme Fix:
Studenten fordern zur rechten Zeit. Argumente wichtig, um aktuellen Prozess zu unterstützen. Stimmt prinzipiell allem zu.
Mi (25.11.2009) 1. Sitzung zur Neustrukturierung des Sonderschullehramts. Kultusministerium will mehr Vernetzung mit anderen Lehrämtern und längere Studienzeit (1 Semester länger), in reguläre Lehrämter soll Sopäd mit aufgenommen werden.

2.2 Hochschulwesen Forderungen

 Forderungen werden vorgestellt (siehe Blatt)

Stellungnahme Fix:
- Bologna: Rektoren forderten Bachelor und Master für Lehrer mit einem Masterangebot für alle Studierenden. Das wollte niemand mitmachen. Die Idee, dass nur ein Teil der Lehramtsstudierenden den master macht geht an der Idee des Lehramts vorbei. Deshalb kein Anschluss. 8 oder 10 Semester für alle mit Masteranschluss. Die zweitbeste Alternative ist also die Beibehaltung des Staatsexamens. Bologna ist also kein drängendes Thema.

- Lehrerausbildung: Natürlich Mitarbeit bei Neugestaltung des Lehramts; Wie können wir es gestalten: Es wir Kommissionen für alle Fachrichtungen geben, die vom Ministerium eingesetzt werden. Vertreter aus der PH und der 2. Phase => hier Möglichkeit, Studenten noch mit einzubringen, bis jetzt nicht geplant

- Verfasste Studierendenschaft kann nur Land ansetzten, nicht Hochschule; für dafür muss eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden => direkt in Stuttgart anklopfen!!!

- Mandate sind nicht immer vollständig besetzt => Stimmrecht ist vorhanden, z.B. im Berufungsverfahren (ein Student) (aber es ist eine freiwillige Sache); Das kann gestärkt werden.
- Mitbestimmungsmöglichkeiten sind nicht immer voll ausgenutzt (Problem: Bereitschaft der Studierenden; Gremien müssen auch voll werden
 Vorschlag Tatjana: Herr Fix soll den Antrag auf eine Gesetzesänderung zur verfassten Studierendenschaft stellen  Herr Fix bringt es vor das Ministerium; Problem: Nicht alle PH-Rektoren stimmen zu; der Antrag der Studenten wird erst auf Ebene der Rektoren, dann vor dem LRK (LAK?) besprochen!!!
 Felix: geringe Bereitschaft der Studierenden kommt auch von dem tatsächlichen Stimmrecht, das wir haben (gering/kaum Einfluss), das im Gegensatz zum immensen Arbeitsaufwand steht  Fix: in den Gremien, die er erlebt hat, werden Studierende sehr ernst genommen; Mitarbeit erfordert allerdings auch Kenntnisse über Strukturen und Abläufe; Sind Fälle bekannt, in denen Studierende das Gefühl haben, nicht ernst genommen zu werden, bei ihm melden!!!

- Studiengebühren: gruppenspezifisches Interesse; gut dass wir den Kiga in der Forderung um Gebührenfreiheit drin haben; evtl. sogar wichtiger! Ist als Rektor froh, dass überhaupt Geld reingekommen ist; Problem: Wer finanziert Bildung? Die Steuerzahler oder die Nutzer? Stduis fordern, Staat soll zahlen, das ist der Steuerzahler!
- Einig: Geschwisterregelung ist sozial ungerecht. Ungerechte Verteilung der Gelder aus den Staatskassen: Subventionen in der Wirtschaft und weniger Geld für Bildung darf nicht sein!
- Durch Studiengebühren konnte einiges getan werden, was vorher nicht möglich war
 Wofür wird das Geld genau verwendet? Qualität ist nicht spürbar (immer noch volle Seminare etc.) Einwurf Studenten
o Globale Minderausgabe ist nach Einführung der Studiengebühren angestiegen (Geld wurde hinten rum wieder weggenommen, das ist statistisch nachweisbar!); es gab hier heftigen Protest seitens der Rektoren
o Studenten können erfahren: 4 Studenten sitzen im Gremium zur Vergabe der Studiengebühren; Mindeststandard: Offenlegung im Internet (Forderung: Genauer!)  Fix hat kein Problem damit, ist allerdings eine große Informationsmenge Jahresabschluss (Rechenschaftsbericht). Überlegung: Rechenschaftsbericht in der Aula öffentlich 1x im Jahr, dazu können alle Studierenden kommen
 Forderung nach öffentlichen Sitzungen zur Verteilung der Gebühren
o Fix: organisatorisch schwierig (wird von ihm aber im Senat und Ausschuss abgeklärt)

- „Student als Kunde der PH“ stimmt für ihn nicht!!! Studienplatz kostet 8000 Euro, wir zahlen nur 500
- Ist für mehr soziale Gerechtigkeit; ist aber nicht prinzipiell gegen Studiengebühren. Dieser politische Prozess wird auch in den Wahlen entschieden. Bildung als Allgemeingut muss finanziert werden, aber eben sozial gerecht verteilt werden.
- Schlägt Hamburger Modell vor (nachlaufende Studiengebühren), findet er gut
- Rektoren forderten bei Befreiung, mehr soziale Dimensionen zu berücksichtigen, nicht nur Geschwister
- Vermutete Motivation für Geschwisterregelung: familienpolitisch; belohnung für mehrere Kinder, Wahlgeschenk; alle Hochschulrektoren sind dagegen!!!

 Frage: Können wir unsere Schüler überhaupt noch verstehen, wenn Lehrer zukünftig nur noch aus höheren Schichten kommen, die Schüler aber aus den unteren?  keine Antwort?

3. Diskussionspunkte/ Forderungen aus dem Plenum

Allgemeiner Fragenkatalog (s. Blatt)

- Übergang von LB nach RT muss sofort verbessert werden
Betrifft Bildungssteuerung. Stimmt zu: es kann nicht sein, dass im Semester noch Prüfungen abgelegt werden muss; große Fächer (wie EW) sollen in vorlesungsfreier Zeit sein; sollte nicht sein, dass es noch während Vorlesungsbeginn ist; das ist ein Problem des Landeslehrerprüfungsamtes!!! Fix wird in der nächsten Sitzung mit dem LLPA die Idee aufgreifen, dass Sopäd im Prüfungsteil nach vorne gezogen wird!
(Terminüberlagerung durch Nacheinanderschaltung des Prüfungsvorgangs)
 Problem: terminliche Verdichtung kann zu Einschränkungen führen, z. B. bzgl. der Dozentenwahl für die Prüfung

Keine Prüfungen an den Infotagen in RT
Ja, durch bessere Abstimmung möglich. Oder Info zum Teil schon in LB im Semester vor Segmentprüfung (Vorschlag Kastl); Vorschlag Fix: Infotage in Reutlingen vor Semesterstart!!!
Beides aufgenommen

- Standortfrage: Ticket/ Umzug/ Fernleihegebühr
VVS-Anschlussticket ist bereits beschlossen, aber nicht billig!!
Durch Wechsel, den die Studenten machen müssen(!) dürfen nicht zusätzliche Kosten entstehen!
Fix: Es fehlt an Geld (7 Mio) für mehr Raum in Lubu, deshalb vorerst keine Zusammenlegung. Er ist der Meinung, dass für Studenten mehr Vorteile bei einer Zusammenlegung entstehen! Er hat die Befürchtung, dass durch rückläufige Studentenzahlen die Politik irgendwann sagt, ein Neubau für die Zusammenlegung sei nicht mehr nötig  dann schlechtere Bedingungen für uns Sopäds

Es wird eine engere Verzahnung der Lehrämter stattfinden. Sopäd zukünftig schon in LB wird im Kultusministerium diskutiert; Inklusion ist Thema!! Vielleicht sogar gestärkt durch Ausgliederung der Sopäd von HD nach RT
 Problem: Medizin muss beibehalten werden!!!

- Besserer Zugang zu Seminaren und Praktika. Garantie für Plätze
Man kann Mitwirken bei Vergabe der Studiengebühren. Teilnehmerbeschränkung nur, wenn Fakultät erlässt
Physische Begrenzung kann vorkommen (da kann man nichts machen); Feuerschutz, neue, strengere Bestimmungen können nicht eingehalten werden!
Beschränkung deutlich kenntlich machen: VVZ wird im Fakultätsrat beschlossen, (mitreden!) und von der Studentenvertretung abgesegnet. Diese kann auch Veto einlegen. Wenn Teilnehmerbegrenzung nicht drinsteht und man trotzdem aus dem Seminar fliegt, kann man sich beim Dekan beschweren!!

- Praktika:
Beschlüsse zu Ausbildungslehrgängen für Ausbildungslehrer bestehen seit 1962; damals wurden um die 100 Euro investiert
Lichtstreifen: Praxissemesteranfrage
Kultusministerium plant zukünftig einen Ausbildungsbeauftragten an jeder Schule, der dann 1 Deputatsstunde weniger kriegt; dieser soll 1. und 2. Phase der Lehrerausbildung organisieren
Ausbildungslehrer sollten in Kontaktstudien weiter finanziert werden
Rückkopplungen erfolgen durch Dozenten in der Arbeitsgruppe. In jeder Facharbeitsgruppe sitzen Vertreter aus RT und HD. Wenn wir diese Vertreter wollen, an wen wenden? Voraussichtlich Fr. Merz-Attalik. Kommissionsarbeit beginnt im Januar.
Werden Ausbildungslehrer evaluiert? Nein. Denn nur wenig erklären sich dazu bereit (wenig Geld, Aufwand). 1 Deputatstunde weniger dafür wäre eine Lösung. (=> Punkt 5)

- Mehr Lehrpersonal
Stellenplan ist auch ungefähr von 1962; d.h. mehr Stellen werden nicht vom Ministerium freigegeben. Dazugekommen ist seitdem nur das Studiengebührengeld, davon gibt es inzwischen 30/40 Lehrpersonen zusätzlich; jetzt gibt es durch Geschwisterregelung wieder weniger Geld; er hat keine anderen Möglichkeiten
Der Hauptteil der Finanzen fließt in Personal. Aber es muss auch anderes diskutiert werden.
Er ist eher Anhänger von festen Stellen statt nur Lehraufträgen.
 Anfrage für Lehrauftrag für Gebärdensprache bei Kastl stellen!!!

- Sonderpädagogik-Inhalte im ersten Studienabschnitt/ Fachwissenschaft im zweiten Studienabschnitt
Diagnosemodul kam dazu mit 6 SWS im ersten Studienabschnitt. „Muss man inhaltlich weiter verfolgen. Können wir heute nicht lösen.
Viel Schul- und Bildungsinhalte in Lubu betreffen uns auch.
Wir sollen in der Kommission darauf achten, dass in das u. U. zusätzliche 9. Semester auch Fachlichkeit reinkommt!!!

- Keine 2. Wissenschaftliche Hausarbeit für Aufbaustudenten
Fall für Landesprüfungsamt. Hr. Trost müsste drauf angesprochen werden.
LLPA sit allerdings sehr rigide, schaut sehr streng auf die Schularten, Herr Trost hat da wahrscheinlich keine optimale Handlungsfreiheit

- Keine Tages- und Blockpraktika für ausgebildete Fachlehrer
Anrechnung von Leistungen von Fachlehrern wird landesweit diskutiert. Fachlehrerausbildung ist eben eine Fachausbildung, kein Studium. Ist formales Problem. Aber es gibt die Möglichkeit unterhalb dieser formalen Ebene individuell zu erlassen. Als Einzelfallabwägung.
Das Erlassen von Scheinen geht insbesondere gerade bei Praktika!!!
 Herr Bleher als Vorsitzenden vom Schulpraxisamt ansprechen!!! Bereitschaft, Praktika anzuerkennen, ist da!!

- Hochschulrat
Hat Aufsichtsratfunktion (wie in der Wirtschaft) und kontrolliert Rektorat, gibt Richtlinien vor, Beschlüsse müssen durch diesen Rat. Entscheidende Position bei Wahl des Rektors und Kanzlers. Das ist eine gesetzliche Regelung und kein neues Problem. Hat Mitsprache bei Struktur-, Personal- und Finanzplanung und kann dagegen vorgehen. Sonst hat er im operativen Geschäft nichts verloren, das macht der Senat.
 wenn wir Genaueres wissen wollen: Bei google LHG eingeben!
Studentische Forderung: Nicht zu viel Externe!
Besteht aus einer studentischen Vertretung (das ist eigentlich nicht vorgegeben), Leuten aus der Wirtschaft, Religion und Medien. Der Hochschulrat wird vom Minister ernannt. Leute aus dem öffentlichen Leben, die sich für Bildung interessieren und versuchen die Hochschulen zu bereichern.
Studentische Forderung: Gesetzlich soll eine studentische Vertretung im Rat verankert sein.

- Veränderter Leistungsbegriff – Konstruktives Feedback wird vermisst (übernommen aus Forderung an Schulen)
Die Form der Leistungsüberprüfung ist total frei. Ist den Dozenten offen gelassen und in der Prüfungsordnung verankert (viele Wahlmöglichkeiten). „Prüfungen sind ein Bestandteil der Lehre (…), wie Praktika, Seminare, etc.“
„Ich meine, dass nicht immer alle Kreativität zur Geltung kommt, die möglich wäre!“
 Studentischer Einwand: Ressourcen für den größeren Zeitaufwand müssen da sein!!! Dozenten geben schon alles!!!
„Es hängt nicht immer mit dem fehlenden Geld und fehlender Zeit zusammen.“
 Veränderung der Prüfungen wird aktuell in Studienkommission diskutiert, z.B. in den Grundfragen. Roter Briefkasten von Kastl für Anregungen und Wünsche.

- Diplom:
Keine Anrechnung von Scheinen (zählen nicht zum Abschluss) trotz dem damit verbundenen großen Schreibaufwand!!! Es zählt nur die Abschlussprüfung und die Diplomarbeit!!! Keine Vorbereitung auf die mündliche Prüfung im Diplom!! Ganzer Druck liegt auf den Prüfungen! Prüfungserfahrung wäre sinnvoll, um den Druck in der Abschlussprüfung dann wegzunehmen. Die „Abschichtung“ durch Teilprüfungen ist gut und sinnvoll.
 abgeschichtete Prüfungen sind im Bologna-Prozess vorhanden!!
 für Diplom lässt sich leider nichts mehr ändern

Abschlusswort Fix:

„Das war eine sehr konstruktive Diskussion. Ich finde die Ernsthaftigkeit höchst beeindruckend. Deshalb glaube ich auch, dass Sie etwas erreichen. Warten Sie mal ab –in den nächsten 2/3 Wochen gibt es Entscheidungen im Landtag und Sie beeinflussen diese Entscheidung. Ich bin da ihrer Meinung und unterstütze Sie dabei“

Teilt die Forderungen, sie müssen aber für Bachelor und Master kompatibel sein

Die Besetzung wird über das Wochenende weiter gehen und folgende Woche werden noch weitere Arbeitskreise stattfinden.

26
Nov
09

Protokoll vom Plenum am 26.11.2009 um 16 Uhr

Themen: Übernachtung Wochenende, Gespräch mit Herrn Fix, Wie geht’s am Montag weiter?

1. Übernachtung Wochenende

- Bitte in die Liste eintragen! (hängt im Hörsaal hinten)
- Anregung: Wer etwas für die PH machen muss (z.B. Hausarbeit) kann das genau so gut im Hörsaal machen.

2. Gespräch mit Herrn Fix

- Ziel?
o Was kann er ermöglichen? Nachhaken!
o Hochschulpolitischer Forderungskatalog momentan noch recht schemenhaft
o Was fordern wir an ihm? Was an höheren Instanzen?
 Wie kann er uns unterstützen?

- Formale Dinge müssen geklärt werden. Wie wird das Gespräch geführt?
o Alle Mitspracherecht? Nur ein paar? Gemischt: Oben Herr Fix + 3 Leute + Moderator?
o Abstimmung: Gespräch wird so geführt: Oben Herr Fix + 3 Leute von uns (am besten aus den AKs) und einen Moderator –> Mehrheit dafür
o

- Forderungskatalog an Herrn Fix wird diskutiert:
o Wichtig: Wir brauchen konkrete Forderungen!
o Verbesserung des Übergangs von Ludwigsburg nach Reutlingen
o VVS-Anschlussticket –> Problem: Preise macht das VVS –> Forderung an Herr Fix?
o Fernleihe Bibliothek Ludwigsburg: Warum kostenpflichtig?
o Zu volle Seminare / mehr Lehrpersonal
o Standortfrage
o Freiere Seminarwahl
o Mentoren (Ausbildungslehrer) an Schulen: Qualität sichern! –> Anreize schaffen, Evaluation
o Begleitseminar zur wissenschaftlichen Hausarbeit
o Zusatzangebote wieder herstellen (Gebärdenkurse, Sprachkurse)
o Sonderpädagogische Inhalte im ersten Studienabschnitte
o Keine zweite wissenschaftliche Hausarbeit für Aufbaustudierende
o Warum müssen ehemalige Fachlehrer Praktika absolvieren?
o Neben Forderungen sollen auch Fragen an ihn gestellt werden.
 Die dazu gekommenen Forderungen (siehe oben) können auch als Fragen gestellt werden

o Sollen die Forderungen bezüglich des Schulwesens auch dran kommen?
o Alter Forderungskatalog wird durchgegangen:
 A

- Wegen Formalität des Gesprächs: 3 Vertreter werden gesucht:
o Franzi
o Tati
o ?
- Struktur des Gesprächs (Verlauf und wer macht was?):
1. Begrüßung (Zeigen des Videos)
2. Entwicklung/ Entstehung (Joschi)
3. Forderungskataloge
o Schulwesen (Tobi)
o Hochschulpolitik (Franzi / Tati)
4. Diskussionspunkte / Forderungen aus dem Plenum (am wichtigsten)

3. Wie geht’s am Montag weiter?

- Plenum: Um wieviel Uhr?
o Abstimmung: 13 Uhr –> Mehrheit dafür
- Einschub AK2 Demo:
o Ein großes Danke Schön an alle (Redner, Arbeitsgruppen, Mitläufer)

26
Nov
09

demo 2611 Reutlingen

Wir tragen die Bildung zu Grabe – Demonstration der PH Ludwigsburg/Außenstelle Reutlingen
Sehr geehrte Damen und Herren,

Heute fand im Rahmen des Bildungsstreiks in Reutlingen eine Demonstration statt. Diese wurde von der Initiative Bildungsstreik Reutlingen – den Studierenden der besetzten Pädagogischen Hochschule – initiiert und stand unter dem Motto: „Wir tragen die Bildung zu Grabe“. Mit dem Trauerzug, der die Demonstration anführte, sollte jedoch nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass die Studierenden mit dem Kapitel „Bildung“ abgeschlossen hätten. Ganz im Gegenteil: Betrauert wurde die aktuelle Situation des Bildungssystems und gefordert haben die Demonstrierenden seine grundlegende Reform.

Um 11 Uhr sammelte sich der Demonstrationszug vor dem Hauptgebäude der Pädagogischen Hochschule und zog zunächst – bewaffnet mit Trillerpfeifen, Trommeln und Transparenten – über den Campus der benachbarten Fachhochschule, um die dort Studierenden aus den Seminaren zu holen. Zumindest an der Pädagogischen Hochschule wurde die Parole „Scheiß aufs Seminar – Bildungsstreik ist da!“ sehr ernst genommen: Sämtliche Seminare mussten wegen TeilnehmerInnenmangel ausfallen, da sich der Großteil der 600 PH-Studierenden unter den Demonstrierenden befand.
Anschließend bewegte sich der Zug, der nach und nach auf ca. 500 TeilnehmerInnen anwuchs, Richtung Innenstadt. Zahlreiche PassantInnen, an denen die Demonstration vorbeizog, bekundeten ihre Solidarität durch Hupen und Zuwinken. Am Johannes Keppler Gymnasium, wo sich viele SchülerInnen anschlossen stoppte der Zug für kurze Zeit. Nach einer Trauerminute, die sitzend auf der Kreuzung Alteburgstaße-Lederstraße abgehalten wurde, zogen die Studierenden durch das Tübinger Tor. Nach kurzem, stillem Marsch mit Trauerblasmusik erreichte die Menge in ausgeladen Stimmung und mit Parolen, wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“, gegen 12 Uhr 30 den Marktplatz.
Bei der dort stattfindenden Kundgebung kamen sowohl Studierende der Pädagogischen Hochschule als auch Vertreter der GEW zu Wort. Während die Vertreter der Gewerkschaft vor allem Missstände in der LehrerInnenausbildung und schlechte Einstellungschancen thematisierten, wiesen die Studierenden auf Mängel im Hochschul- und Schulwesen hin und stellten einige der zuvor in Arbeitskreisen erarbeiteten Forderungen vor. Dazu gehören unter anderem die Forderung nach einer inklusiven Schule für alle und mehr Selbst- und Mitbestimmungsrecht der Studierenden an den Hochschulen.
Gegen 13 Uhr wurde die Demonstration offiziell aufgelöst. Die Proteste, die Besetzung des Hörsaals sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bildungssystem wollen die Studierenden jedoch so lange fortsetzen, bis sich die bildungspolitische Lage maßgeblich verändert hat.



Video SWR

26
Nov
09

vorläufig verabschiedete Forderungen

Lehrerausbildung

Nur wer gute Lehrer ausbildet, wird gute Schulen erhalten!
Unsere LehrerInnenausbildung hat die SchweineHochschulgrippe!
Wollt Ihr gute Schulen? Fangt bei der LehrerInnenausbildung an!
Lehrer gut, Schule gut!
Wir verlassen die Hochschule kenntnissreich aber erfahrungsarm! (frei nach Hentig)

Deshalb fordern wir…
…eine Reform der LehrerInnenausbildung +
…die gleichberechtigte Mitbestimmung bei der Überarbeitung der SPO1+
…die gleichberechtigte Mitbestimmung bei der Umgestaltung der Praxisanteile+
…eine bessere Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen allen Institutionen, die
an der LehrerInnenausbildung beteiligt sind+
…eine bessere Vorbereitung auf die Tätigkeit als LehrerIn (in einer Schule für Alle)+
…eine bessere Abstimmung der theoretischen Inhalte auf die praktische
Umsetzung+

Forderungen (Bildungspolitik):

• Freie Bildung für alle – vom Kindergarten bis zur Uni und darüber hinaus+
o Wir fordern daher die Abschaffung der Studiengebühren, da weder Studiengebühren an sich noch Geschwisterregelung eine Chancengleichheit darstellen.
Ausbildung und Studium basierend auf der Begabung und Neigung des Menschen und nicht auf seiner finanziellen Situation
Hochschulpolitik
Wir fordern…
• eine konsequente Umsetzung der UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in allen Bildungsbereichen
o die UN- Konvention müssen bei der Neustrukturierung der Lehrämter berücksichtigt werden
o Standortfrage: Für eine stärkere Verzahnung müssten wir evtl. nach Lb bzw. wenn von inklusiver Schule die Rede ist, warum ist dann die Sopäd in Rt? (im Plenum abstimmen!) verschoben
• die kooperative Zusammenarbeit bei der Neustrukturierung der Lehrämter
o die Sonderpädagogik muss in den Prozess der Schulentwicklung (von Beginn an) einbezogen werden
• eine gesetzlich verankerte paritätische Besetzung aller Hochschulgremien
o Viertelparität: Studierende, nichtakademischer und akademischer Mittelbau, Professuren
• Demo: demokratische Mitbestimmung aller an der Hochschule beteiligten Gruppen
• die Einführung einer verfassten Studierendenschaft auch in Baden-Württemberg
o Aufgaben: von studentischer Beteiligung an Professoren-Berufungen über die Verwaltung von Sozialbeiträgen, Semestertickets und kulturellen Veranstaltungen bis hin zur hochschulpolitischen und politischen Vertretung der Studierenden
o (hochschul-)politisches Mandat (im Gegensatz zum Asta)
o Finanzhoheit (im Gegensatz zum Asta)
o Satzungsautonomie (im Gegensatz zum Asta)
o Wahl eines Studentenparlaments
o Gesetzlich abgesichert
o Mit basisdemokratischen Strukturen
• die Transparenz der Mittelvergabe
o Offenlegung des Gesamthaushaltes
o Offenlegung von Herkunft und Verwendung von Drittmitteln
o Offenlegung der genauen Verwendung von Studiengebühren
• keine Eingliederung des Lehramtstudiums in den derzeitigen Bolognaprozess
o und wir schließen uns der Kritik an Bachelor und Master an
o einen bundesweit und international anerkannten Abschluss für LehrerInnen
o Gegen die Konkretisierung eines modularen Studiengangs, der Studieren und Arbeiten in anderen Bundesländern noch deutlicher erschwert. Verschoben
o Keine Einführung neuer Bachelor- und Masterstudiengänge auf Kosten der Ressourcen der Lehramtsstudiengänge – denn neue Stellen werden nicht ausreichend geschaffen!

25
Nov
09

Vortrag von Herrn Hoffmann über Bertelsmann AG

- Centrum für Hochschulentwicklung CHE (Gründung 1994)
o Getragen durch Bertelsmann-Stiftung + Hochschulrektorenkonferenz
o Hauptzielsetzung: Umstrukturierung der deutschen Hochschulen zu Dienstleistungsunternehmen, die:
 Im Wettbewerb ihre Leistungsfähigkeit entwickeln
 Wirtschaftlich den Einsatz ihrer Ressourcen gestalten (Wirtschaftlichkeit)
 Teilhaben an der internationalen Wissenschaftsentwicklung
 Virtuell die Chancen neuer Medien nutzen
 Profiliert ihre eigene Identität finden (Profilbildung)
 Autonom ihre Ressourcen, Personal und Organisation entwickeln um
 Ihre Aufgaben in Forschung, Lehre und Weiterentwicklung zu erfüllen
o Einführung von Studiengebühren: der Studierende als zahlender Kunde, (Aus)-Bildung als Produkt/Ware  Unternehmungskultur
o Regelmäßige Evaluation und Erstellung eines bundesweiten Hochschul-Rankings (zunächst im Stern, seit 2006 in der ZEIT veröffentlicht) (Kriterien: Verkehrsanbindung, Ausstattung Möbel, … sehr verschiedene Sachen…)
o Beratung von Ministerien und Hochschulen
- Prof. Dr. Detlef Müller-Böling
o Programm (2000): „Die entfesselte Hochschule“
o 1981 Professor für empirische Wirtschafts- und Sozialforschung in Dortmund
o 1990-1994 Rektor
o 1994-2008 Leiter der CHE
o Seit 2008 Hauptgesellschafter der CHE Consulting GMBH
- Prof. Dr. Peter Frankenberg
o 1986 Professor für Physische Geographie an der Uni Mannheim
o 1994-2001 Rektor der Uni Mannheim
o Seit 2005 Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst in BW
o Gesetz zur Einführung von Studiengebühren: Dez. 2005
o Seit 2009 im Beirat der CHE
- Bertelsmann AG (Verlags- und Medienkonzern mit Sitz in Gütersloh (NRW))
o Größtes Medienunternehmen Europas und siebt größtes Medienunternehmen der Welt
o Ca. 106.00 Mitarbeiter in 63 Ländern
o Ca. 1200 Firmen und Firmenbeteiligungen
o 16,1 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008
o Nicht börsenorientiert: 76,9% der Aktien gehören der Bertelsmann Stiftung und 23,1% der Familie Mohn (Die Stiftung ist das Unternehmen)
o Das Stimmrecht liegt zu 100% bei der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft und wird ausgeübt von drei Mitgliedern der Familie Mohn und drei gewählten Mitgliedern
o Was macht die Bertelsmann AG?
 Arvato (Dienstleistungsgesellschaft mit Medien- und Kommunikationstechniken; größter Bereich der Bertelsmann AG)
 DirectGroup (Buch- und Onlineclubs; kleinster Bereich)
 G+J (Europas größtes Verlagshaus; z.B. Stern)
 RTL‘‘Group (Radio & Fernsehen; ebenfalls großer Bereich)
 Random House (größte Publikumsverlagsgruppe)
o „Krake Bertelsmann“
 Riesengroße AG mit vielen Teilsparten  gefährlich
o Sehr flexibel in ihrer Grundhaltung; sie können mit jedem (jeder Partei, Gewerkschaften, …)
o Stiftung und AG lassen sich nicht voneinander trennen!
o Reinhard Mohn:
 „Mit der Bertelsmann Stiftung ist mir in 25 Jahren der Nachweis gelungen, dass die Grundsätze unternehmerischer, leistungsorientierter und menschengerechter Gestaltung der Ordnungssysteme in allen Lebensbereichen zur Anwendung gebracht werden können.“
 „Die Übertragung des in der Wirtschaft entwickelten Modells der „Unternehmungskultur“ in andere Lebensbereiche ist möglich.“
o „Du bist Deutschland“-Kampagne kommt ebenfalls von der Bertelsmann AG
- Bertelsmann Stiftung
o Alle großen gesellschaftlichen Lebensbereiche werden abgedeckt
o Arbeitsfelder:
 Arbeits- und Sozialpolitik (Agenda 2010 und Hartz IV)
 Teilprivatisierung der kommunalen Verwaltung („Neues Steuerungsmodell“)
 Bertelsmann Wissenschaftsstiftung (internationale Verständigung)
 Centrum für angewandte Politikforschung
 CHE
 Bildungspolitik
o Landesinstitut für Schulentwicklung
 Am 1. Januar 2005 gegründet
 Prof. Dr. Matthias Rath (PH Ludwigsburg) im Vorstand
• Biographische Daten finden sich auf seiner Homepage
• Interessenkonflikt (Konzerninteressen vs. Öffentliche Ämter, die er inne hat)
- Qulitätsmanagement
o Landeshochschulgesetz (1. Januar 2005)
 § 5 Evaluation
 $ 16 Vorstand
o Grundmodell Qualitätsmanagement-System in Hochschulen (CHE)
 Qualitätsstrategie –> Input –> Qualität Forschung / Lehre –> Ergebnisqualität –> Wirkungen
o –> PH Leitbildprozess hat genau dieses Grundmodell verinnerlicht!

Was bleibt hängen?

o Mit fast religiösem Eifer verbreitet die Bertelsmann Stiftung die frohe Botschaft des Wettbewerbs- und Kennziffer-Glaubens – und profitiert davon zugleich
o Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Unis, Krankenhäuser oder Kommunalverwaltungen sollen nach dem Modell des Unternehmens neu organisiert werden.
o Einflussname des Bertelsmann-Konzerns auf unterschiedlichen Ebenen erscheint schwer durchschaubar, ist ihrer Tendenz nach undemokratisch und verschärft die Gegensätze zwischen Arm und Reich

- Literaturhinweise:

o Netzwerk der Macht – Bertelsmann (Jens Wernicke, Torsten Bultmann (Hg.)
o Bertelsmann – Hinter der Fassade des Medienimperiums (Frank Böckelmann, Hersch Fischler)
o Theorie der Unbildung – Die Irrtümer der Wissensgesellschaft (Konrad Paul Liessmann)

- Hinweis von Herrn Kastl:
o Bedrohlich für Lehrerberuf: Ersetzung von Fachlickeit und Professionalität durch Kennziffern, die von „Oben“ vorgegeben werden
o Demokratie geht dabei verloren…

- Hinweis von Frau Stinkes:
o Verbesserungsschleife beeinflusst das Selbst; Man muss sich immer verbessern / perfektionieren
o Gefährlich daran: viele Lehrer haben die „Lehre“ von Bertelsmann schon verinnerlicht (permanent verbessern / sich kontrollieren) –> es braucht Bertelsmann gar nicht mehr dazu

25
Nov
09

Protokoll Plenum vom 25.11.2009 um 16:15 Uhr

Protokoll Plenum vom 25.11.2009 um 16:15 Uhr

- Abklärung der Handzeichen
- GEW-Vertreter haben Geschenke mitgebracht (Süßigkeiten)

1. AK3: Hochschulpolitik

- 3 Gruppen wurden gebildet
o Lehrerausbildung
o Bildungspolitik
o Hochschulpolitik allgemein

- Themen werden vorgestellt und zur Diskussion / Abstimmung gestellt:

- Lehrerausbildung:
o Inhalte des Studiums
 Mehr Selbstbestimmung vs. mehr Vorgaben

o Praxisanteil
 Wie soll man den Praxisteil in Zukunft gestalten? (Referendariat abschaffen und mehr Praxis während des Studiums? Längere Praxisphasen? Umstrukturierung der Tagespraktikas?)

 Umstrukturierung Tagespraktika (Diskussion):

• Bei einem Tag in der Woche schwierig in die Praxis richtig einzudringen
• Sichtweise der Schüler: Ist das für Schüler gut?
• Verzahnung von Praxis und Theorie durch TP sinnvoll
• Dozenten sind wichtig und hilfreich während Tagespraktika
• Didaktikum funktioniert auch
• Aufbau des Bezugs zu Schülern nicht möglich während TP
• Bei vielen TP kein Dozent dabei
• Fachrichtungsspezifische TPs auflösen?
• Längere Praxisphasen, aber mit Theorie (z.B. an 2 Tagen der Woche) –> bessere Vernetzung Praxis – Theorie
• Blockpraktika verschieben ins Semester?
• Bezahlte Praktika?
• Verlängerung Praxis –> Verlängerung des Studiums

o Abstimmung über Forderungskatalog betreffend der Lehrerausbildung:
 Punkt 1: Mehrheit dafür
 Punkt 2: Mehrheit dafür
 Punkt 3: Mehrheit dafür
 Punkt 4: Mehrheit dafür
 Punkt 5: Mehrheit dafür
 Punkt 6: Mehrheit dafür
 Punkt „Längere Praxisphasen im Studium“: Mehrheit dagegen / gestrichen
 Punkt „eine Verlängerung des Studiums + Verkürzung des Referendariats“: Mehrheit dagegen / gestrichen
o Abstimmung über Sprüche: Mehrheit dafür

2. Einschub: Wie soll der Streik weiter gehen?

o Herr Fix wird am Donnerstag Abend vorbei kommen gegen 18:00 Uhr, 18:30 Uhr
o Diskussion:
 Wichtig, dass es nach der Demo nicht aufhört / das es keine Pause gibt
 Wen interessierts eigentlich, ob wir am Wochenende da sind?  Freitag abends ausziehen und montags wieder einziehen?
 Wer wäre bereit übers Wochenende da zu bleiben?
 Ist es nicht peinlich, wenn wir nur 3 Tage den Hörsaal besetzen?
 Wir haben in den 3 Tagen sehr viel gemacht und erreicht!
 Muss der Hörsaal unbedingt weiter besetzt werden?
 Wichtig: Wir brauchen einen gescheiten, geschlossenen Abschluss! Hinter dem alle stehen können.
 Dozenten wollen sich weiterhin beteiligen
 Regelmäßige Treffen unter der Woche? Gefahr: Es verläuft sich, es fehlt die Power (keine Plakate mehr, etc.)
 Wir sind Sonderpädagogen und haben unsere besondere Art –> Warum nicht am Wochenende pausieren?
 Beenden mit einem großen Inklusionstag?
 Info: Vollversammlung in Ludwigsburg. Sehr erfolgreich, Aula war voll, haben für Besetzung gestimmt –> Sollten wir dann aufhören?
 Wir haben Forderungen aufgestellt, diese setzen sich nicht von alleine durch!
 Ohne Besetzung keine Außenwirkung / keine Plattform mehr

o Abstimmung: Über den Donnerstag hinaus den Hörsaal besetzen? (evtl. mit Pause am Wochenende) –> Mehrheit dafür (4 Gegenstimmen)

o Diskussion Wochenende:
 nur besetzen, ohne Arbeitsgruppen?
 Wichtig Koordination darf nicht fehlen
 Wer übernachtet von Donnerstag auf Freitag –> genug
 Wer übernachtet von Freitag auf Samstag –> genug
 Wer übernachtet von Samstag auf Sonntag –> genug
 Wer übernachtet von Sonntag auf Montag –> genug
 Es muss jederzeit jemand im Hörsaal sein –> Absprache durch die Leute, die übernachten
 Joschi wird die Koordination übernehmen
 Abstimmung über Wochenende erübrigt sich, wir machen weiter!

o Abstimmung: Treffen wir uns morgen nach der Demo um 16 Uhr im Hörsaal? (Plenum wies weitergeht) –> Mehrheit dafür
o Abstimmung: Wann treffen wir uns wieder am Montag? Vorschlag:

3. AK2: Demo

- Schulen haben sich nicht zurückgemeldet
- Kommt in schwarz!
- Gute Stimmung mitbringen!
- Redner sind bestimmt: 1 Redner über Hochschulwesen, 3 Redner über Schulwesen, 1 Redner der GEW
- Wegen Vorlesung: Wenn keiner da ist, dann findet die Vorlesung auch nicht statt!
- Es kommen wohl einige Studierende aus Ludwigsburg
- Kommentar von Herrn Fix: Wenn ein Dozent seinen Studenten nicht erlaubt, auf die Demo zu gehen, dann wird er bei ihm gemeldet.

4. AK3: Hochschulpolitik (Fortsetzung)

- Bildungspolitik:
o Abstimmung: Forderungskatalog Bildungspolitik –> Mehrheit dafür

- Hochschulpolitik:
o Themen werden vorgestellt und diskutiert:
 Standortfrage an der Demo diskutieren? Eher unpassend?

(kurze Pause bis 18:00 Uhr)

5. Infos

- Herr Käppler bietet sich an, sich am Freitag um 19 Uhr mit Studierenden auseinander zusetzen, wie es weiter gehen soll.
- Grünen-Abgeordnete für Reutlingen für den Bundestag Frau Müller-Gemmeke möchte bei der Demo mitmachen

6. AK 3: Hochschulpolitik (Fortsetzung 2)

o Diskussion:
 Einzelne Punkte wurden kontrovers diskutiert…

o Abstimmung: Was soll in den Forderungskatalog?
 UN-Konvention –> Mehrheit DAFÜR
 Standortfrage –> Mehrheit DAGEGEN
 Kooperative Zusammenarbeit bei der Neustrukturierung der Lehrämter –> Mehrheit DAFÜR
 Eine gesetzlich verankerte paritätische Besetzung aller Hochschulgremien –> Mehrheit DAFÜR
• Letzten Unterpunkt streichen? –> Mehrheit DAFÜR
 Die Einführung einer verfassten Studierendenschaft auch in BW –> Mehrheit DAFÜR
• Unterpunkt „basisdemokratisch“ wird hinzugefügt –> Mehrheit DAFÜR
 Die Transparenz der Mittelvergabe –> Mehrheit DAFÜR
 Keine Eingliederung des Lehramtsstudiums in den Bolognaprozess –> Mehrheit DAFÜR
• Einige Änderung wurden unter Zustimmung getroffen
o Zwei weitere Punkte werden unter Zustimmung auf nächste Woche verschoben („Hochschulrat“ und „Mehr Mitbestimmung bei der Vergabe von Studiengebühren“)

7. AK2: Demo (Fortsetzung)

- Bollerwagen ist gesucht (für die Anlage)
- Trompete ist gesucht
o Man kann an der PH Instrumente ausleihen –> Frau Braun

8. Infos

- Im Carree ist heute Bad-Taste-Party –> Für die Demo werben!
- SWR-Fernsehen kommt zur Demo
- Tafeln der FH werden morgen mit Werbung für die Demo beschriftet –> Treffpunkt steht morgen im Hörsaal

24
Nov
09

Forderungskatalog bezüglich des Schulwesens

Forderung (bezüglich Schulwesen)

Wir fordern Chancengleichheit durch die wirkliche Umsetzung der inklusiven Schule für alle, das heißt:

1. Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention
• Deutschland hat sie unterschrieben

2. Abschaffung des gegliederten Schulsystems
• Keine Selektion
• Keine Stigmatisierung
• Soziale Herkunft bestimmt nicht den Bildungsgang

3. Demokratisierung und Selbst- sowie Mitbestimmungsrecht aller an der Bildung Beteiligten, auch der Schüler!

4. Veränderte Rahmenbedingungen an den Schulen:
• Kleinere Klassen
• Eine bessere, an die Inklusion angepasste Lehrerbildung
• Teamteaching
• Den Bedürfnissen angepasste Räumlichkeiten
• Besserer Betreuungsschlüssel
• Kooperation versch. Professionen
• Flexiblere Unterrichtseinheiten
• Sonderpädagogische Profession an jeder Schule

5. Individuelle Förderung aller SchülerInnen
• unabhängig von Etikettierung
• Stärken stärken
• Zieldifferenter Unterricht
• Heterogenität als Chance anerkennen
• bedürfnisorientiert

6. Veränderter Leistungsbegriff
• Verändertes Bewertungssystem
• Konstruktives Feedback anstatt reiner Ziffernbewertung
• Selbstbeurteilung mit einbeziehen
• Neben Produkt- auch Prozessorientierung
• Zusätzliche individuelle Förderberichte
• Einbeziehung zusätzlicher Kriterien (soziale Kompetenz, Kreativität, etc.)

7. Möglichkeit wohnortnaher Beschulung für alle Kinder

8. Eine konsequente Umsetzung des Ganztagsschulkonzeptes

9. Mehr Geld für Bildung und effektivere Verteilung

Das heißt nicht:

1. Am alten Schulsystem festzuhalten

2. Integration, wie sie heutzutage praktiziert wird

Außerdem fordern wir:

1. Gebührenfreie Bildungseinrichtungen

2. Höhere Wertschätzung des pädagogisch-sozialen Bereichs, auch im Hinblick auf Gehälter

 Dies ist ein Prozess und dieser muss jetzt beginnen! Inklusion und damit Chancengleichheit kann im jetzigen Schulsystem nicht funktionieren.

24
Nov
09

Plenum 24.11. 1830 Uhr

3. Plenum 24.11.2009 um 18:30 Uhr

1. Vertreter aus Tübingen:

- Solidarische Grüße
- Sie finden es total geil!
- Flyer mitgebracht
- Werden Demo mit mobilisieren, allerdings Befürchtung, das nicht viele kommen, weil gleichzeitig Treffen mit Rektorat in Tübingen
- Räumung in Tübingen war nicht wirklich friedlich; Mit Waffengewalt
- Forderungen aus Tübingen an Landesregierung:
o Ausreichende Masterplätze
o Vereinheitlichung des Bachelorsystems bundesweit
o Satzungsautonomie
o Menschen mit abgeschlossener Lehre sollen studieren dürfen!
o …
- Abschaffung der Studiengebühren, aber wie dann finanzieren??
o Gegenfinanzierung durch eine Vermögungssteuer
- Vorschläge für die Versorgungsfrage:
o durch Spenden
o Mülleimer der Supermärkte durchwühlen
- Demo am Samstag war nicht wirklich friedlich:
o Ungerechte Handlungen der Polizei gegenüber Demonstranten (Knüppel, Tränengas, …)

2. Vertreter der FH:

- Noch nicht konkretes
- Aber es wird versucht für die Demo am Donnerstag Leute zu finden

3. Vertreter der ESP:

- Kritisiert seinen Asta, Kommunikation funktioniert nicht
- Einige ESPler sind an der Demo interessiert

4. AK2 Demo:

- Angemeldet mit 300 Leuten (Mundpropaganda ist nötig!)

- 20 Ordner sind von Nöten:
1.

- Treffpunkt der Ordner zum ablaufen der Route: 14:00 Uhr

- 4 Leute, die den Sarg tragen

- Alle Demonstranten sollten einheitlich schwarz tragen

- Beatstomper als musikalische Begleitung

- Unterstützung durch GEW (Ratschen, Trillerpfeifen, Erdnüsse)

- Am Marktplatz Kundgebung:

o 2 Redner über Inhalte
o Redner von der GEW? Thema: Gemeinsam länger lernen
 Abstimmung: DAFÜR
o Alex bietet Sprechertraining für die Redner an (Alex ist morgen (25.11.2009) ab 14:15 hier im Hörsaal)

- 2 Leute für die Technik gesucht, die die Sprechanlage auf dem Marktplatz aufbauen
 Gefunden

- Werbung für die Demo:
o Alex hat ein Gedicht geschrieben für die Bekanntmachung des Bildungsstreiks in den Seminaren
 Abstimmung: DAFÜR

- Einwände durch FHler, dass die Demo einseitig auf sonderpädagogische Themen konzentriert ist:
o Aufforderung der PHler an die FHler, einen Beitrag an der Kundgebung beizusteuern, die ihre Belange angeht

- Wer redet alles bei der Kundgebung: 2 Redner PH, 1 Redner GEW, FH?, Schüler?
 Abstimmung: FH und Schüler sollen auch die Möglichkeit bekommen, eine Rede zu halten  DAFÜR

5. AK5 Schulwesen:

- Abstimmung Flyer: DAFÜR

- Abstimmungen über den Fragenkatalog:
o Abstimmung Gliedrigkeit des Schulsystems:
 ???  5
 4  3
 Mehr  4
 Mehr als 3  2
 Gegliedert  Mehrheit
o Es wurden Abstimmungen über die verschiedenen Punkte getroffen und der jetzige vorliegende Forderungskatalog wird so übernommen

6. Verschiedenes:

- Glühweinverkauf war erfolgreich

- Herr Fix würde am Donnerstag abend vorbei kommen
o Genaue Uhrzeit steht noch nicht fest
o Abstimmung: Wer ist Donnerstag noch da?  Mehrheit
o Abstimmung: Soll Herr Fix eingeladen werden?  DAFÜR

- Vortrag über derzeitige Ausstellung (Gastarbeiter) soll ursprünglich morgen Abend (25.11.) im Hörsaal statt finden:
o Abstimmung: Soll der Vortrag im Hörsaal statt finden?  DAGEGEN

- Abstimmung: Soll morgen um 12 Uhr eine live-Übertragung nach Ludwigsburg zur Vollversammlung statt finden?  DAFÜR

- Judith stellt unsere Inhalte morgen (25.11.) in Ludwigsburg vor und weist noch einmal auf unsere Demo hin

7. AK3 Hochschulpolitik:

- Es wurde beschlossen, dass die konkreten Inhalte des Arbeitskreises heute Abend nicht mehr abgesegnet werden

- Tatjana wird neben den Inhalten des Arbeitskreises Schulwesen die vorläufigen Themeninhalte des Arbeitskreises Hochschulwesen morgen bei der Vollversammlung vorbringen

24
Nov
09

Impulsreferat zu Inklusion von Herrn Hudelmaier-Mätzke

(inklusive Livestream zur PH Karlsruhe)

Integration und Inklusion – um was geht’s?

1. Gesetzliche Grundlage

- Artikel 3 GG (Absatz 3: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden)
- UNESCO-Weltkonferenz 1994: Salamanca-Erklärung:
o 1. Wir anerkennen die Notwendigkeit und Dringlichkeit, Kinde,r, Jugendliche und Erwachsene mit besonderem Förderbedürfnissen innheralb des Regelschulwesens zu unterrichten
o „…jene mit besonderen Bedürfnissen Zugang zu regulären Schulen…“
o „… integrativen Orientierung das beste Mittel…“
o „… erhöhen die Effizienz sowie schließlich das Kosten-Nutzen-Verhältnis des gesamten Schulsystems…“
- UN-Konvention „Über die Rechte von Menschen mit Behinderung“
o „… gewährleisten die Vertragsstaaten ein integrativen (inklusives) Bildungssystem auf allen Ebenen…“
- Die BRK definiert ein Recht. Wer meint, dass dieses Recht den Menschen nicht geRecht wird, sollte mit der UN diskutieren, nicht mit denen, die dieses Recht verwirklichen wollen.
 Recht auf Bildung ja, aber inkludiert ist ein „rechtsungenauer Begriff“; Unter anderer Perspektive kann man selbst das Bildungssystem der BRD als integrativ bezeichnen (Sonderschulen gehören zum allgemeinbildenden Schulsystem dazu!) [Einwand von Herrn Kastl]
- Schlussfolgerung von Dr. H.-J. Steinbrück, Behindertenbeauftragter der Stadt Bremen:
o Inklusive Bildungssystem, in dem Beschulung von Kinder zur Regelaufgabe der allgemeinen Schule wird
-
2. Begriffserklärung Integration und Inklusion

- Von der Ex- zur Inklusion (Exklusion  Separation  Integration  Inklusion)
o Exklusion = Bestimmte Menschen sind vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.
o Separation = Bestimmte Menschen lernen, arbeiten und leben in besonderen Einrichtungen.
o Integration = Bestimmte Menschen lernen, arbeiten und leben in allgemeinen Einrichtungen und erhalten Hilfen auf Grund ihrer ihnen zugeschriebenen Besonderheit.
o Inklusion = Alle haben Zugang und Teil zu und an den allgemeinen Einrichtungen und erhalten die dafür notwendigen Unterstützungen.
- Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und –pädagogik (Wocken 2009)
- Integration (Wocken):
o „Zwei-Schulen-Theorie“  „Zwei-Gruppen-Theorie“:
 Kinder mit Behinderungen sind als „behindert“ diagnostiziert und etikettiert
o Ressourcenvorbehalt
o Professionsvorbehalt ( Angst vor Verlust heilpädagogischer Standards)
- Inklusion (Wocken):
o „In der Phase der Inklusion verlieren (Anm.: institutionell gesehen) die Kinder mit Behinderungen ihren besonderen Status der Andersartigkeit.“
o „…sondern die Schule passt sich umgekehrt den Kindern an.“

3. Situation in Baden-Württemberg

- Schulgesetz §15 (3)-(6)
o „Behinderte Schüler werden in allgemeinen Schulen unterrichtet, wenn sie auf Grund der gegebenen Verhältnisse dem jeweiligen gemeinsamen Bildungsgang in diesen Schulen folgen können.“
- Verwaltungsvorschrift: „Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen“
o „3.1. Schulgesetzlicher Rahmen
… Schüler mit Behinderungen besuchen die allgemeine, wenn sie dort nach den pädagogischen, finanziellen….
- Leitende Prinzipien Verwaltungsvorschrift „Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen“ 22. August 2008
o Zwei-Gruppen-Theorie
o Mythos Homogenität
o Kooperation statt Integration
o Subsidaritätsprinzip (SoPäd kommt nur unterstützend dazu wenn es notwendig wird, ist nicht in der Regel an einer Regelschule)
o Etikettierungs-Ressourcen-Praxis (Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma)
o Keine Zieldifferenz, sondern Zielgleichheit
o Kein Elternwahlrecht: Entscheidend über den Lern- und Förderort ist die Schulbehörde
- Prinzipien, die in einem Spannungsverhältnis zur UN-Konvention stehen:
o 2-Gruppen-Theorie
o Ressourcenvorbehalt

4. Ausblick

- Eine inklusive Schule kann nicht auf eine beSonder(e) Pädagogik verzichten
- Die größte Entwicklungsfrage, die sich stellt, ist: Wie bewerkstelligen wir den Transfer (sonder-)pädagogischer Qualität aus dem Sonder- in den Regelbereich, damit alle Kinder davon profitieren können?
- Die Sonderpädagogik könnte sich in Zukunft an Situationen und Bedürfnissen der Systeme orientieren (Situationsbezug), ohne dabei den individuellen Förderbedarf jedes einzelnen aus den Augen zu verlieren

24
Nov
09

AK Hochschulpolitik 24.11. 15:00

An wen?

Wir fordern…

…eine Reform der LehrerInnenausbildung

…die Mitsprache bei der Überarbeitung der SPO1

…eine bessere Vorbereitung auf die Tätigkeit als Lehrer einer Schule für Alle

…eine bessere Verzahnung von Theorie und Praxis

…im Rahmen der Verzahnung von Theorie und Praxis eine bessere Abstimmung der

theroretischen Inhalte auf die praktische Umsetzung

…bessere Übergänge zwischen Theorie und Praxis

è dazu gehört für uns eine bessere Zusammenarbeit von Hochschulen und Seminaren

…eine freiere Gestaltung des Studiums (eventuell durch Abschaffung der Segmentprüfung),

im Sinne des humboldt’schen Bildungsgedankens

…eine Verbesserung der Ausbildung der Mentoren?

…eine Veränderung der Praxis der Studienzugangsbeschränkung?

…eine Abschaffung der Zugangsbedingungen zum Studium?




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